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Biotech und Bier

Internationaler Austausch im Zeichen der Hefe: Fünf italienische Schüler*innen und zwei Lehrkräfte besuchten unsere Schule für ein besonderes Erasmus-Projekt rund um die Bioprozesstechnik. Eine Woche lang verwandelte sich unsere Abteilung für Biotechnologie in eine Versuchsanlage. Im Rahmen des Erasmus-Programms durften wir Gäste aus Italien begrüßen, um gemeinsam tief in die wissenschaftlichen Grundlagen der Fermentation und Brautechnik einzutauchen.

Das Programm bot eine perfekte Mischung aus Laborarbeit, Technik und Kultur: Der Startschuss fiel direkt im Labor: Ein ambitioniertes Brau-Projekt bildete den Kern des ersten Tages. Unter fachlicher Anleitung durch unsere Lehrerinnen produzierten die italienischen Gäste gemeinsam mit unseren Schüler:innen insgesamt sechs verschiedene Biersorten. Dabei stand die biotechnologische Komponente im Fokus: Von der enzymatischen Umwandlung der Stärke beim Maischen bis hin zur präzisen Vorbereitung der Gärverläufe durch die Hefe.

Am zweiten Tag stand der kulturelle Austausch im Vordergrund. Ein Tagesausflug führte die Gruppe nach Basel. Neben der historischen Altstadt beeindruckte vor allem das Museum Tinguely. Die kinetischen Kunstwerke von Jean Tinguely boten einen faszinierenden Kontrast zu unserer Arbeit im Labor – Technik, die sich lautstark bewegt und mechanisch interagiert, während unsere Bioprozesse still in den Gärbehältern reiften.

Der dritte Projekttag verband Theorie mit Praxis und Kreativität: Analytik & Eigenbau: Die Schüler:innen widmeten sich der physikalischen Messtechnik. Es wurden eigene Saccharimeter gebaut und kalibriert, um die Dichte der Bierwürze (Stammwürze) präzise bestimmen zu können. Kreativwerkstatt: Parallel zur Laborarbeit wurden individuelle Etiketten für die Flaschen designt, die Informationen über die Biersorte liefern und die Bierflaschen schmücken werden. Exkursion zur Brauerei Waldhaus: Als krönender Abschluss des Tages folgte eine Führung durch einen erfahrenen Brauer in der Brauerei Waldhaus. Der direkte Blick in die großtechnischen Anlagen verdeutlichte den Teilnehmern, wie die im Schullabor erlernten Parameter in der industriellen Produktion umgesetzt werden.

Nach diesen ereignisreichen Tagen ziehen wir ein begeistertes Fazit. Das Projekt hat gezeigt, dass die Leidenschaft für Wissenschaft und Technik eine starke Brücke zwischen Italien und Deutschland baut. Sobald die Nachgärung und Reifung des Bieres abgeschlossen ist, werden wir unser Bier nach Italien bringen und dort mit unseren neu gewonnen italienischen Freunden das Bier auf sensorische, chemische und mikrobiologische Parameter im April untersuchen.


Fachabteilung Pflege